
Ungarn · 1500 Minuten · Vegetarisch · Dessert · Für Geübte
Mézes krémes
Für 12 Personen · metrisch
Ungarische Honigschnitten: vier dünne Böden, Buttercreme, Schokoguss – über Nacht gezogen
Mézes krémes ist die klassische ungarische Honigschnitte: hauchdünne Honigböden, zwischen denen eine dicke, gekochte Vanillecreme liegt, obendrauf ein Schokoladenguss. Für dieselbe Schichtschnitte kursieren eigene Rezeptnamen wie „Csányi mézes“ oder „Két emelet boldogság“ – zwei Stockwerke Glück. Geschnitten wird bewusst erst am nächsten Tag, denn dann sind die anfangs harten Böden von der Creme weich geworden – ein Kuchen für den Sonntagnachmittag genauso wie für jedes Fest.
Zutaten
- 550 gMehlca. 500 g für den Teig, ca. 40 g (4 EL) zum Binden der Creme
- 4 ELHonigfür den Teig, meist geschmolzen
- 325 gButterca. 80 g für den Teig (auch Schmalz oder Margarine üblich), 250 g weich für die Creme
- 325 gPuderzuckerca. 120 g für den Teig, ca. 200 g für die Buttercreme; teils auch Kristallzucker
- 1Eierfür den Teig; in einzelnen Quellen zusätzlich in der Creme
- 1 TLNatronTriebmittel für den Honigteig
- 1 TLBackpulveralternativ oder zusätzlich zum Natron (optional)
- 500 mlMilchfür die gekochte Creme; wenige Löffel zusätzlich für den Teig
- 15 gVanillezuckerfür die Creme; ersatzweise das Mark einer Vanilleschote
- 150 gZartbitterschokoladefür den Guss, über dem Wasserbad geschmolzen
- 3 ELKakaopulverfür den gekochten Kakaoguss; in zwei Quellen stattdessen im Teig
- 3 ELSauerrahmmacht den Teig weicher (optional)
- 1 ELLebkuchengewürzfür den Teig; ersatzweise Zimt oder etwas Ingwer (optional)
- 5 ELMarmeladedicke Konfitüre als zusätzliche Schicht zwischen zwei Böden (optional)
- 1 ELRumzum Aromatisieren der Creme (optional)
Zubereitung
- Honig mit Butter (oder Schmalz bzw. Margarine) und Puderzucker in eine Schüssel geben und über dem heißen Wasserbad schmelzen, bis die Masse glatt ist; kurz abkühlen lassen.
- Mehl mit Natron und, wenn du magst, Backpulver sowie Lebkuchengewürz mischen. Ei und die Honigmasse zugeben, nach Belieben Schmand, und mit wenigen Löffeln Milch zu einem weichen, gut knetbaren Teig verarbeiten. Zugedeckt ruhen bzw. kühlen lassen.
- Den Teig in vier gleich schwere Stücke teilen und jedes einzeln dünn auf Blechgröße ausrollen – am einfachsten direkt auf Backpapier oder auf der Rückseite des gefetteten Blechs.
- Die Böden bei 180–200 °C je 6–10 Minuten hell backen, nicht zu dunkel werden lassen, und vollständig auskühlen lassen.
- Für die Creme Milch mit Mehl und Vanillezucker klümpchenfrei verrühren und unter ständigem Rühren zu einer dicken Creme kochen. Vom Herd nehmen und komplett kalt werden lassen, dabei gelegentlich durchrühren, damit sich keine Haut bildet.
- Weiche Butter mit Puderzucker schaumig aufschlagen und die kalte Mehlcreme löffelweise unterarbeiten, bis eine glatte, luftige Buttercreme entsteht; wer mag, rührt einen Löffel Rum hinein.
- Die Creme gleichmäßig auf die ausgekühlten Böden streichen und die Böden aufeinanderschichten; zwischen zwei Böden passt auch eine Schicht dicke Marmelade.
- Für den Guss die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen oder Kakao mit Zucker, Butter und etwas Flüssigkeit aufkochen, und den Kuchen damit überziehen.
- Den Kuchen kühl mindestens über Nacht durchziehen lassen, damit die Böden weich werden. Erst dann die Ränder begradigen und in Schnitten schneiden.
Tipps und Varianten
Die Creme lässt sich gut abwandeln: statt der Mehlcreme ein Milchgrieß, der mit steif geschlagener Sahne statt Butter aufgelockert wird, oder eine Bindung mit Vanillepuddingpulver bzw. anteilig Maismehl. Manche heben Eischnee unter, andere rühren ein ganzes Ei in die Buttermasse; Mandelaroma passt ebenfalls. Wer es raffinierter mag, teilt die Füllung und aromatisiert eine Hälfte mit Kakao, die andere mit Gelierzucker und Rum, dazu in Rum getränkte Löffelbiskuits. Kakao im Honigteig gibt dunkle Böden, Zitronensaft und -schale sowie Zimt bringen Frische ins Gewürz, und drei Böden tun es auch. Statt Guss reicht manchmal etwas Puderzucker. Serviert wird der Kuchen kalt in schmalen Schnitten – mit einem langen, heiß abgespülten Messer schneiden, dann bleiben die Schichten sauber.
Allergene
Enthält: Eier, Glutenhaltiges Getreide, Milch (einschließlich Laktose)
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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